Die Philosophie: Fortschritt

Unternehmen sind Architekturen

Unternehmen sind wie komplexe Gebäude: sie bestehen aus vielen Komponenten, die für sich stehen und funktionieren, ihre wahre Wirkung aber erst im Zusammenspiel mit anderen beweisen und entfalten.

Die Änderung einer Strategie ist eines – die Auswirkung auf die interne Organisation etwas anderes. Eine Veränderung von außen, rasches Wachstum, Zusammenschlüsse etc. werden nur erfolgreich sein, wenn die inneren Strukturen daran angepasst werden. So wird eine neue Prozessschicht notwendig, weil die Firma dank Wachstum eine kritische Größe überschreitet. Trotzdem soll die bisherige Agilität beibehalten werden. Oder sie wird kleiner – trotzdem soll die Qualität nicht leiden. Eine neue Dimension „Regelwerk“ wird notwendig, weil die Branche zunehmend reguliert wird. Trotzdem soll dies smart und nicht nur auf dem Papier, sondern möglichst nutzbringend umgesetzt werden. Oder die Digitalisierung des Geschäfts erfordert neue Technologien und Organisationsformen. Aber ein Unternehmer ist meist kein IT-Experte – wer stellt also sicher, dass die Technologieunternehmen das Richtige liefern und es auch richtig implementieren? Unternehmerisch betrachtet. Und jedes Unternehmen hat dabei sein besonderen Vorstellungen.

Ich verstehe mich als „Unternehmensarchitekt”. Mein Beratungskonzept ist ein generalistisches. Das Verknüpfen loser Enden, das Zusammenbringen von Themen und Personengruppen. Die Wechselwirkungen, die Konnektivität, aus Strategie, Abläufen, Regelwerk, Organisation und IT integriert zu betrachten und erfolgreich zu gestalten ist mein professioneller Schwerpunkt. Mit Erfahrungen in allen einzelnen Bereichen.

Mein Ansatz ist gleichzeitig ein minimalistischer: Kümmern um die Realität statt um das Tool, das die Realität nur schlecht abbildet. Weglassen des nicht Wesentlichen, also des Ballasts, der der nächsten Neuausrichtung im Wege stehen wird. Weniger Meetings, weniger Bürokratie. Fokus auf Beweglichkeit und Vermeiden von Abhängigkeiten. Fokus auf den Bedarf der Menschen, nicht der Maschinen. Kleine, agile, vernetzte Teams, denn diese sind erfolgreicher. Weniges, das aber sehr gut. Klar und einfach ist besser als unklar und kompliziert. Ganz eindeutig: less is more. Gleichzeitig gilt: Komplexität ist real, und sie „simply“ zu ignorieren, wäre falsch. Es geht also darum, das Wesentliche in der Architektur zu erkennen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Veränderung ist machbar

Viele Projekte, viele Veränderungen, viele Strategien sind wegen der fehlenden Berücksichtigung dieser Zusammenhänge nicht erfolgreich. Konnektivität muss sich mit Effektivität verbinden.

Doch Veränderung kann geschaffen werden, auch innerhalb scheinbar festgefahrener Strukturen oder alter Denkmuster. Allgemeine Theorien und Strategiepapiere, abstrakte Prozesslandkarten oder Auflistungen von IT-Funktionen – all das ist nicht wirklich ein Fundament für relevante Veränderungen.

Sondern die Analyse und Strukturierung, das Erkennen von spezifischen Mustern der jeweils individuellen Ausgangssituation. Dazu muss man auch mal durch den “Morast der Baustelle” eines Unternehmens stiefeln, um die die wirklich wesentlichen Eigenheiten zu erkennen. Natürlich hilft das Wissen um unterschiedliche theoretische Ansätze beim Identifizieren von Strukturen – sie müssen aber individuell angewendet werden. Insofern braucht Analyse Unabhängigkeit: um sich auch wieder frei machen zu können von Theorien, schnell gefassten Meinungen, schlechten Kopien und Partikularinteressen.

Analyse braucht auch Offenheit, Verbindlichkeit und Zugewandtheit – denn es geht letztendlich darum, wie unterschiedliche Gruppen von Menschen möglichst produktiv miteinander kommunizieren und arbeiten. Und Dringlichkeiten oder Notwendigkeiten können Auslöser sein für ganz neue Optionen und Agilität.

Im Anschluss an die Analyse folgt das Entwerfen, das Konzept einer zukunftsorientierten Ideallösung. Wobei das Ideal immer vom jeweiligen Zweck abhängt. Vom Zweck des jeweiligen Unternehmens, des Bereichs. Von dem, was die Mitarbeiter antreibt. Ich finde es hilfreich, folgenden Satz zu formulieren: “Der Zweck dieses Unternehmens ist es, …” Die Kombination aus dem unternehmensspezifischen Zweck und von Kreativität erzeugt die individuelle – und damit kaum kopierbare – Lösungsidee. Und Beschränkungen durch die jeweilige Situation sind etwas Positives: sie fördern die Kreativität mehr als absolute Freiheit. Und das gemeinsame Designen eines neues Ziels ist eine ausgezeichnete Basis für frischen Teamgeist.

Dem Konzept folgt die Umsetzung. Die sichere Realisierung, auf der Basis von Erfahrung und Verantwortung, handwerklichem Können und der Motivation der Ausrichtung am definierten Ziel und Zweck. Das Konzept dient dabei als Ziel und Richtschnur für die Regie. Nur selten wird das Ideal 1:1 umsetzbar sein. Hier erfolgt erneut eine Erdung durch eine kluge Übertragung des Modells in die Realität.

Wenig überraschend: die Umsetzung, die Tat, ist letztendlich entscheidend, nicht Analyse oder Konzept. Und die Art der Umsetzung ist mehr als nur die B-Note. Die Art der Umsetzung ist der Maßstab für alle weiteren Umsetzungen. Für deren Nachhaltigkeit. Es ist die Phase, die auf den betriebswirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg den größten Einfluss hat. Daher sind Pragmatismus und Fokus, Mut und Ausdauer, Erfahrung und Souveränität hier wesentlich. Die gute Umsetzung entscheidet über den Erfolg.

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